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Die Schriftenreihe im Überblick

Im Folgenden finden Sie jeweils die Kurzfassungen der Schriftenreihe. Sie können die Broschüren gern kostenlos bei uns anfordern.

Entspannungstechniken im Musikschulunterricht

Musikphysiologie für Bläser

Musikphysiologie für Pianisten

Musikphysiologie für Streicher

Singen mit Kindern

Körper und Stimme

Musikphysiologie im Ensemble-, Klassen- und Gruppenunterricht

Musikphysiologie für Gitarristen

Lampenfieber bei Kindern und Jugendlichen

Musikphysiologie für Schlagzeuger und Schlagwerker

Entspannungstechniken im Musikschulunterricht


In der ersten Veröffentlichung geht es um Entspannungstechniken im Instrumentalunterricht. Von Beginn an sollte mit dem Musizieren auch das Körperbewusstsein der Musiker geschult werden. Der Wechsel von Spannung und Entspannung ist nicht nur ein körperliches Grundprinzip - er ist auch Grundlage jeder musikalischen Gestaltung. Eine zu hohe Körperspannung begünstigt unangenehme Verspannungen, in einer zu lockeren Haltung ist der Körper nicht reagier- und auch nicht spielbereit. "Entspannung" bedeutet in diesem Zusammenhang also eher das Finden von einer gesunden Balance zwischen den Extremen.

Für das Musizieren ist ein wacher Entspannungszustand angebracht. Gerade Musikschüler brauchen Entspannung, da sie in ihrem Alltag oft schon Belastungen wie Leistungsdruck und Stress ausgesetzt sind. Deshalb ist es ratsam, in der Musikstunde diese Aspekte nicht zu betonen, sondern für Entspannung zu sorgen.

Im Weiteren wird auch auf die typischen Spannungsmuster und die Bedeutung der Atmung eingegangen. Für die praktische Umsetzung werden viele musikphysiologische Übungen vorgestellt, die sich leicht in den Musikunterricht integrieren lassen. Die Autorin Kristin Guttenberg berücksichtigt dabei auch die oft begrenzten zeitlichen und räumlichen Gegebenheiten einer Musikstunde.

Schließlich stellt sie einige Entspannungstechniken, die sich für Musiker besonders gut eignen, wie Yoga, Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson und Autogenes Training genauer vor.

Abgerundet wird die Publikation von einem beispielhaften Ablauf einer Übungsstunde mit je 45 und 30 Minuten Dauer.

Entspannungsübungen im Musikunterricht

Musikphysiologie für Bläser


Auch für Bläser ist die richtige Haltung am Instrument ausschlaggebend. Oft werden Blasinstrumente vor dem Körper gehalten, was Arme und Schultern belastet. Auch wenn sie mit Hilfe von Gurten wie beim Saxophon um den Körper gehängt werden, ist die Haltung schnell beeinträchtigt. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, auf was man im Stehen und Sitzen achten sollte um eine stabile, aber bewegliche Position einzunehmen.

Außerdem muss der Gesichtsmuskulatur von Bläsern besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Vor allem Musikschüler bemerken bei dem Tragen einer Zahnspange, die Kieferveränderungen mit sich bringt, eine Veränderung in ihrem Spiel. Zu einer Selbstverständlichkeit sollte die Integration einer Warm-up und einer Cool- down Phase in den Unterricht werden, die körperlichen Belastungen vorbeugen kann. Die Publikation liefert dafür anschauliche Übungsanleitungen.

Als Schwerpunkt wird zudem auf die Atmung beim Musizieren eingegangen, wobei u. a. der Begriff der "Atemstütze" eine wichtige Rolle spielt. Instrumentenspezifische Herausforderungen für Bläser sind ebenfalls Bestandteil der Publikation.

Musikphysiologische Übungen für Bläser

Musikphysiologie für Pianisten


Speziell für die Pianisten geht es in dieser Publikation um Haltungsbesonderheiten, die mit dem Instrument Klavier in Zusammenhang stehen. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei auf die Arbeit der Hände gelegt werden. Um die Belastung der Arme und Hände so gering wie möglich zu halten, bedarf es einer korrekten Einstellung der Sitzfläche.

Im Weiteren sollte der Musiklehrer darauf achten, dass der Schüler keine verkrampfte Haltung am Klavier einnimmt. Ziel ist es, dass der ganze Körper "mitspielt" und die Bewegungen des Spiels aufgreift. Ohne Atem- und Bewegungsfluss ist die Klangqualität dagegen sehr eingeschränkt.

Um Lehrern die Integration von Körperübungen in den Unterricht zu erleichtern, finden sie in der Publikation viele praktische Anleitungen und Beispiele. Darüber hinaus geben wir Ihnen Anregungen für eine physiologische Arbeitsplatzgestaltung, die sich leicht umsetzen lässt.

Musikphysiologische Übungen für Pianisten

Musikphysiologie für Streicher


Etwa 60% der professionellen Musiker in Deutschland sind Streicher. Die Streichinstrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass stellen damit die größte Instrumentengruppe dar. Gerade die Streicher klagen oft über Nackenverspannungen und Beschwerden in Armen und Händen. Dies ist bedingt durch die Rotation der Wirbelsäule nach links bei den hohen Streichern und nach rechts bei den tiefen Streichern. Für Streicher sind deshalb körperliche Ausgleichsübungen besonders wichtig.

Anhand von vielen Übungsanregungen vermittelt die Publikation, wie die Körperspannung am Anfang der Musikstunde in ein gesundes Gleichgewicht gebracht werden kann. Weiterhin wird die Aufmerksamkeit auf das "Wie" der Klangerzeugung, d.h. auf die Körperwahrnehmung gelegt. Die zentralen Aspekte einer aufgerichteten Haltung sind Zentriertheit, Symmetrie und Balance.

Abgerundet wird die Publikation von einem beispielhaften Ablauf einer Musikstunde über 45 Minuten, die verdeutlicht, wie man musikphysiologische Übungen zu Haltung und Bewegung in den Unterricht einbauen kann.

Musikphysiologische Übungen für Streicher

Singen mit Kindern


Die Entwicklung der Singfähigkeit vollzieht sich ungefähr bis zum achten Lebensjahr. Wenn danach nicht weiter gesungen wird, bleibt die Stimme auf diesem Stand stehen. Der physiologische Aufbau der Singstimme besteht aus dem Atemsystem, dem Tonerzeugungssystem, dem Tonverstärkungssystem und dem Artikulationssystem.

Ursachen für die Beeinträchtigung der Singfähigkeit können im psychologischen, soziologischen oder physiologischen Bereich liegen, wobei eine eindeutige Abgrenzung meist nicht möglich ist. Die häufigste Ursache besteht in mangelnder Übung. Außerdem regt das Umfeld von Kindern immer weniger zum Singen an. Darum sollten Eltern, bei denen Kinderstimmbildung auch ansetzt, wieder mehr mit ihren Kindern nebenbei singen - z.B. während der Autofahrt.

Um mit kleineren Kindern bis sechs Jahre stimmbildnerisch zu arbeiten, eignen sich spielerische Methoden, die vor allem den Spaß am Singen vermitteln. Kinder im Grundschulalter können schon anspruchsvollere Übungen z.B. zur Wahrnehmung ihres Körpers beim Singen ausführen. Im Elementarunterricht muss dafür allerdings die Basis gelegt werden.

Übungen zur Körperhaltung, zur Atmung und zur Lockerung für Groß und Klein bilden den ausführlichen praktischen Teil dieser Broschüre. Darüber hinaus stellen die Autoren eine Auswahl an Kinderliedern vor, die sich besonders gut für die Stimmbildung eignen.

Physiologische Übungen für die Kinderstimmbildung

Körper und Stimme


Die Schaffung eines ausgeprägten Körperbewusstseins stellt ein grundlegendes Ziel des Gesangsunterrichts dar. Als unmittelbarstes Instrument, das im Körper entsteht, sollte der Sänger seine Stimme und seinen Körper sehr gut kennen und einzuschätzen wissen. Ein Instrumentalist kann sich ein neues Instrument kaufen, wenn das alte kaputt ist - bei einem Sänger ist dies unmöglich. Das allein ist schon Grund genug, gut mit seiner Stimme umzugehen.

Zum besseren Verständnis der Entstehung der Stimme werden zunächst Vokaltrakt, Atmungstrakt und Resonanzräume kurz erklärt. Wenn Stimmstörungen auftreten, kann das vom Gesangslehrer nur teilweise behoben werden. Meistens ist der Logopäde als Fachmann für Stimmstörungen hinzu zu ziehen. Um stimmlichen Problemen vorzubeugen, kann man allerdings einige Tipps zur Stimmhygiene berücksichtigen. Räuspern und Flüstern schadet z. B. massiv der Stimme. Außerdem sollte man viel trinken, damit die Schleimhäute des Sprechapparates feucht bleiben.

Im Weiteren beschäftigt sich die Broschüre mit der Haltung einzelner Körperabschnitte wie Kopf-, Hals-, Rumpf- und Beckenbereich und untersucht deren Auswirkungen auf die Stimme. Da sich eine gute Haltung von unten nach oben aufbaut, hat besonders die Stellung des Beckens entscheidenden Einfluss auf die Stimme. Eine verspannte Beckenposition beengt den Raum für das Zwerchfell und verhindert damit die bewusste Zwerchfellatmung, die für das Singen sehr wichtig ist. Dadurch wird deutlich, dass im Körper alles mit allem zusammen hängt und gerade beim Singen dieses Zusammenspiel in Balance gehalten werden muss.

Übungen zu Körperwahrnehmung, Kräftigung und Dehnung sollten deshalb in den Gesangsunterricht integriert werden. Damit die Sänger zudem wissen, wie sie sich aktiv entspannen können, wird eine einfache Entspannungsmethode, die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson, vorgestellt.

Übungen für Körper und Stimme

Musikphysiologie im Ensemble-, Klassen- und Gruppenunterricht


Mit dieser Broschüre sollen Wege aufgezeigt werden, wie man durch die Einbindung von Bewegungselementen in den Musikunterricht einen "Einklang" und damit eine Verbesserung des Gesamtklangs des Ensembles erreichen kann. Außerdem wird erklärt, wie man die Konzentrationsfähigkeit mittels verschiedener Spiele anregt und auch mit mehreren Musikern eine Auf- und Abwärmung vor und nach der Probe durchführen kann. Darüber hinaus zielen die Übungsanregungen auf die Sensibilisierung des Körpergefühls des Einzelnen und der Gruppe, was sich direkt im Klang ausdrückt.

Die explorative Musik-Bewegungspädagogik ist ein Konzept von Grazyna Przybylska-Angermann, das zur Unterstützung des instrumentalen Gruppenunterrichts entwickelt
wurde. Dieser Ansatz basiert auf ganzheitlichen Erfahrungsfeldern, die gleichzeitig auf den Elementen Musik, Körper / Bewegung und Partner / Gruppe beruhen. Zur Einführung geht die Autorin auf die Prinzipien des bewegungsorientierten Lernens ein. Danach folgt ein ausführlicher Teil mit Spielen und Bewegungsexperimenten für den Ensembleunterricht.

Musikphysiologische Übungen im Ensemble-, Klassen- und Gruppenunterricht

Musikphysiologie für Gitarristen


Besonders beansprucht sind bei Gitarristen vor allem der Daumenballen, der Nacken und die Schultern sowie der rechte Arm. Der Autor Wolfgang Ostermeier beschäftigt sich zunächst eingehend mit diesen Körperstellen. Verschiedene Abbildungen des Skeletts sowie der Muskeln und Sehnen tragen zum Verständnis der anatomischen Zusammenhänge bei. Im Weiteren werden kurz die verschiedenen Hilfsmittel wie Gitarrenstütze, Schaumstoffkissen usw. beleuchtet.

Gemeinsam mit dem Physiotherapeuten Wolfgang Lilienfein hat Wolfgang Ostermeier ein Programm mit instrumentenspezifischen Übungen für Gitarristen entwickelt. Die Körperübungen sind auf der Wissensgrundlage einer funktionalen Bewegungs- und Haltungsanalyse in verschiedene Bereiche eingeteilt und in eine unverbindliche Reihenfolge gebracht worden. Dazu gehören Aufwärmen, Sehnenpflege, Dehnungsübungen, Kraftübungen und Übungen zur Förderung des Körpergefühls und der Beweglichkeit. Jeder Gitarrist kann somit sein persönliches Übungsprogramm nach seinen individuellen Bedürfnissen zusammenstellen.

Musikphysiologische Übungen für Gitarristen

Lampenfieber bei Kindern und Jugendlichen


Im Lampenfieber manifestiert sich die Angst vor dem Versagen, der Niederlage. Angst ganz zu vermeiden würde bedeuten, Bedrohungen nicht ernst zu nehmen. Überschreitet die Angst allerdings ein erträgliches Maß, wird sie zum Problem. Ängste gehören zu den belastendsten Begleiterscheinungen des Musizierens. Sie betreffen Berufsmusiker genauso wie Freizeitmusiker und Musikstudierende.

Der Autor Andreas Burzik erklärt das Phänomen Lampenfieber und zeigt seine Ursachen und Folgen auf. Am besten ist es, Lampenfieber oder Auftrittsangst gar nicht erst entstehen zu lassen. Andreas Burzik schlägt dafür die Integration eines Aufführungstrainings an der Musikschule vor. Durch regelmäßige, "stressfreie" Auftritte in entspanntem Rahmen gewöhnen sich Kinder nicht nur an Konzerte, sondern allgemein an Prüfungssituationen, was ihnen in ihrem Leben sehr hilfreich sein kann. Zudem gibt es einige Möglichkeiten, das Auftreten im Musikschulunterricht zu üben: eine realistische Einschätzung des eigenen Könnens entwickeln, den richtigen Umgang mit Adrenalin lernen und einen sicheren Raum auf der Bühne kreieren. Die Schlüsselbegriffe in der Beschäftigung mit Lampenfieber sind Selbstwert, Selbstvertrauen und Selbstsicherheit. Wie man dies erreicht, wird am Ende der Broschüre eindringlich gezeigt.

Übungen zum Umgang mit Lampenfieber

Musikphysiologie für Schlagzeuger und Schlagwerker


Nach einer kurzen Einführung in die Musikphysiologie mit den Aspekten Bereitschaftsspannung und Atmung, lenkt die Autorin Kristin Guttenberg den Schwerpunkt auf die besonderen körperlichen Anforderungen bei Schlagzeugern und Schlagwerkern. Aus diesen grundlegenden Beobachtungen lassen sich individuelle Ansätze zur Förderung einer gesunden körperlichen und mentalen Haltung und Aktivität ableiten. Vertiefend werden die Körperposition am Instrument und die ökonomisch-dynamischen Prinzipien von Haltung und Bewegung betrachtet. Sehr wertvoll für den Musikschulunterricht ist auch der Abschnitt über häufige Fehlhaltungen und ihre Folgen.

Die Broschüre wird durch viele Übungsempfehlungen speziell für Schlagzeuger und Schlagwerker sowie durch zwei beispielhafte Stundenabläufe abgerundet.

Musikphysiologische Übungen für Schlagzeuger und Schlagwerker


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